berichte, programm, Programm : wodawindwaht und Cantus Hilaris im Doppelchor

wodawindwaht und Cantus Hilaris im Doppelchor

Sa, 13.09.08, 20:00 Uhr

Kürnberg landet feierlich mit einem erlesenen Konzert in der Pfarrkirche

Zwei Wochen geballte Ladung Kultur gab es vom 29. August bis zum 13. September in dem sonst so ruhigen Ort Kürnberg zu erleben. Die Veranstalter brachten erlesene Glanzpunkte aus Musik und Literatur ins Ortsleben und begeisterten die zahlreichen Besucherinnen und Besucher.

Ein feierliches Konzert, gestaltet von den beiden Chören wodawindwaht und Cantus Hilaris, markierte am 13. September den Schlusspunkt des Festivals. Die beiden befreundeten Chöre hatten es sich zum Ziel gesetzt, die räumlichen Gegebenheiten der Kürnberger Pfarrkirche klanglich auszuloten und eröffneten mit einem prächtigen 12stimmigen Chor des Ahnherrn der mehrchörigen Musik, Giovanni Gabrieli. Der Kammerchor Cantus Hilaris präsentierte daraufhin unter der umsichtigen Leitung Anton Steingrubers eine Perle der Barockmusik, nämlich die Motette „Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen„ von Heinrich Schütz. Bereits hier zeigten sich die große dynamische Bandbreite des überregional bekannten Chores und sein interpretatorischer Variantenreichtum. Mit „Deo dicamus gratias“ von Gottfried Homilius gab wodawindwaht eine erste solistische Kostprobe seines Könnens. Zu einem außerordentlich intensiven Klangerlebnis gerieten die mehrchörigen Kompositionen (u.a. Warum toben die Heiden) des romantischen Meisters Felix Mendelssohn Bartholdy, bei denen Leiter Helmut Schaumberger die beiden Chöre zu einem homogenen Ganzen zusammenführte. Live-Musik bekam an diesem Abend eine besondere Note, da die beiden Chöre an verschiedenen Orten in der Kirche postiert waren und so die Zuhörer in die Mitte des Klanges nehmen konnten. Sehr gut gelang dies bei Mendelssohns Psalmvertonung „Jauchzet dem Herrn, alle Welt“.

Ausgewählte Werke des 20. Jahrhunderts, wie Benjamin Brittens „A Hymn to the Virgin“, und die Magnificat-Antiphonen des estnischen Komponisten Arvo Pärt setzten spannende Akzente im zweiten Teil des Konzertabends. Besonders eindrucksvoll gerieten die beiden letzten Stücke, nämlich Franz Biebls „Ave Maria“ und Josef Rheinbergers „Abendlied“, nach denen das Publikum ausgiebig seine Begeisterung kundtat.

Wodawindwaht und Cantus Hilaris im Doppelchor, ein absolut hörenswertes Zusammentreffen zweier Chöre, das Kürnberg fliegt würdig beendete.

Konzertbericht von Helmut Schaumberger

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