berichte, programm, Programm : Wiener Tschuschenkapelle
Wiener Tschuschenkapelle
Sa, 30.08.08, 20:00 Uhr
Mit Tschuschenpower hoch hinaus
Eine entspannt gehaltene Eröffnungsfeier am Freitag, am Samstag schon das erste Highlight (die deutsche Übersetzung des Begriffes erfährt im Kontext des Festival-Titels eine neue Gültigkeit) am Kürnberg:
Die seit 19 Jahren bestehende und internationale Bekanntheit genießende „Wiener Tschuschenkapelle“ gastierte im Gasthaus Huber. Die Betonung liegt laut Vokalist Slavko Ninic auf dem ersten Wort, denn „auch Wiener sind ja irgendwie Österreicher“. Der Kroate fegte alle Bedenken, Sprachbarrieren könnten die Kommunikation mit dem Publikum behindern, aus dem Weg und begeisterte mit osteuropäischem Liedgut den prall gefüllten Saal, der sich auch nicht lumpen ließ und ein wenig Ostblock-Charme verströmte – „Kürnberg goes Balkan“.
Das Publikum ließ sich sogar zum einen oder anderen Tanz hinreißen und in der Pause mischte sich das multikulturelle Quintett auch unter die zahlreich erschienenen Gäste und sorgte weiterhin für Heiterkeit.
Doch nicht nur mit ausgesprochen guter Laune, sondern auch mit Stilsicherheit und Ironie beeindruckten die Wiener ihr ländliches Publikum. Heimische österreichische Volksliedklassiker mischten sich mit slawischer Rhythmik und Dynamik; die Texte kamen in allen Sprachen daher – auch ein Wienerlied tauchte auf.
Und auch wenn die Tschuschenkapelle schon in ganz Europa gespielt hat und Istanbul wie Sofia zu ihren Tourdaten zählt, ihre „Flugshow“ am heimeligen Kürnberg werden auch sie wohl nicht so schnell vergessen.
DANK AN DAS PUBLIKUM FÜRS MITFLIEGEN AUF DEM RUNDFLUG WIEN-BALKAN-RETOUR!
Konzertbericht von Julius Schlögl



















